Kohlendioxid;CO2-neutral

Was ist CO2-neutral?

Das Verfahren, welches zu seiner Durchführung kein zusätzliches Kohlendioxid erzeugt, gilt als CO2-neutral.

BioConversion Anlagen setzen Stroh stofflich komplett um. Die zur Erzeugung des Strohs aufgewandte Energie ist bereits bei der Getreideproduktion mit 70g C m2/a (C=Kohlenstoff) bilanziert.

Der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen als Substrat vermeidet die Erhöhung des Kohlendioxidanteils (CO2) der Atmosphäre. Die in den Pflanzen gebundene Energie aus Sonnenlicht wird bei der BioConversion Anlage wieder freigesetzt und wirtschaftlich genutzt. Hochmolekulare Verbindungen werden zu niedrigmolekularen reduziert (Cracking, wie in der Rohöl Raffinerie) und die enthaltene Energiedifferenz als Wärme freigesetzt. Dabei entsteht CO2, da die Pflanzen auch aus Kohlenstoff bestehen. Das freigesetzte CO2 wurde jedoch beim Anbau der Pflanzen durch das Wachstum bereits der Atmosphäre entzogen.

Wieviel CO2?

Dazu ist es erforderlich zu wissen, wie hoch der Kohlenstoffgehalt (C) der eingesetzten Pflanzen ist.

Hafer als Beispiel hat einen C-Gehalt in der Trockenmasse (TM, < 14% rel. Feuchte) von knapp 46%.  Andere Feldfrüchten haben einen Durchschnittsgehalt von 46-47%.

Die geplante Anlage setzt ca. 3.700 t Getreidestroh pA um. Daraus ergibt sich die folgende Rechnung:

Materialeinsatz ./. Feuchtigkeit x 46% = Kohlenstoffgehalt TM

Kohlenstoffgehalt = CO2 Vermeidung.

Die Anlage vermeidet (ca.) 1.720 Tonnen Kohlenstoff, das entspricht einer Menge von pro Jahr circa 6.300 t CO2 und produziert so klimaneutral Energie. Unberücksichtigt bleibt bei diesem Ansatz die Mitverbrennung weiterer Pflanzenbestandteile, die die Menge an vermiedenem CO2 noch deutlich erhöhen. In einem Betriebszeitraum von 20 Jahren mithin 126.000 t.

Bei einem flächendeckenden Einsatz mit ca. 2.400 Anlagen könnte die Emíssion um ca ≈ 15 Mio. t CO2 pro Jahr in Deutschland verringert werden.